Navi-Systeme,
Vergleich von TOMTOM und Transonic

10.08.2007

Für unseren Trip nach Frankreich hatte ich mir ja von einem unserer Freunde dessen “Navi” ausgeborgt. Dies war das TOMTOM, den Typ weiß ich nicht mehr, müßte ich nachfragen. Gestern mußte ich nach Northeim und lieh mir von einem anderen Freund sein Transonic aus.

Da sich die ersten 40 km gleichen, kann ich ganz gut *lach* unterscheiden, welches mir besser gefällt. Der Vergleich ist vollkommen subjektiv, da ich auch überhaupt keine Ahnung habe, worauf man besonders acht geben muß.

Foto: Navigationssystem Transonic an der Windschutzscheibe
Transonic

1. Handling

Also, vom reinen Handling her gefällt mir das Transonic besser. Es ist viel schmaler und leichter und der Saugnapf läßt sich wunderbar an der Frontscheibe befestigen. Das TOMTOM ist eher robust und schwer, dementsprechend fällt auch die Befestigung aus.

2. Bedienung

Hier muß ich sagen, gefällt mir eindeutig das TOMTOM besser. Ich hatte keinerlei Bedienungsanleitung für keines der beiden Geräte und kam rein intuitiv mir dem TOMTOM besser zurecht, als mit dem Transonic.

Das TOMTOM kann ohne weiteres auch nur mit dem Finger bedient werden, die Darstellungen auf dem Transonic ist so grazil, daß man besser mit dem mitgelieferten Touchpen arbeiten sollte.

Die Eingabe des Zieles erfolgt bei beiden ähnlich.

3. Kartenmaterial

Vom Kartenmaterial her sind sich beide ziemlich ähnlich, hier kann man eigentlich nur sagen: “Patt-Situation”.

4. Sat-Empfang

Ich weiß nicht, ob die Menge der empfangenen Satelliten irgendwas zu sagen hat, aber während ich beim TOMTOM ständig im Display angezeigt bekam, zu wievielen Satelliten eine Verbindung besteht, muß man beim Transonic einen Extra-Schirm aufrufen. Das TOMTOM hatte glaube ich während meiner ganzen Frankreich-Rundfahrt zu max. 8, das Transonic bei einem Blick auf den Extra-Bildschirm sogar zu 10 Satelliten eine Verbindung.

Trotz alledem (oder vielleicht gerade deswegen) machen dem Transonic Tunneldurchfahrten mehr Probleme, als dem TOMTOM. Das TOMTOM fährt mit der anliegenden Geschwindigkeit am Anfang des Tunnels durch diesen hindurch und “bemerkt” quasi, daß es sich um einen Tunnel, bzw. eine Überbauung handeln muß. Das Transonic bleibt irgendwo in der Mitte des Tunnels stehen und springt dann am Ende, wenn wieder Empfang besteht.

5a. auditive Navigation

Beide brachten mich super an mein Ziel. *kicher*
Beim TOMTOM konnte ich auch die Umfahrung von Mautstraßen testen, weil diese einfach in Frankreich vorkommen und hier nicht. Funktionierte bestens.

Die Ansagen im Transonic kommen ein wenig eher, sodaß man sich wirklich richtig gut einordnen kann. Es traf meist wirklich auf den Anfang der Abbiegespur, so denn eine vorhanden war.

Die Kommandos sind beim Transonic klarer als beim TOMTOM. Beim TOMTOM ist alles “Rechts abbiegen”, das Transonic unterscheidet zwischen “Rechts”, “Scharf rechts”, “Halb rechts” und sogar “Rechts abfahren” bei Abfahrten von Autobahnen oder Schnellstraßen.

Hier gefällt mir klar das Transonic besser.

5b. Visuelle Navigation

Beim TOMTOM wird alles in Kilometern bzw. Metern angegeben, was mir besser gefiel als die Balkenannäherungsanzeige des Transonic.
Mir ist irgendwie offenbarer, wenn ich mit einem kurzen Blick sehe: “Aha, ich bin noch 50 Meter von der Kreuzung weg.”, als wenn ich nicht sehe, daß noch ein Balken bis “voll” fehlt.

Wenn man sich nicht an die vorgegebene Route hält, dies habe ich nur hier in Clausthal ausprobiert, fährt das Transonic trotzdem für einen kleinen Moment in die Richtung, in die es meint, daß man fahren müßte. Das TOMTOM hingegen zeigt die Position in diesen fällen immer richtig an.

Allerdings, so mein Eindruck, tut sich das TOMTOM schwerer, eine Alternativroute zu berechnen. Beim Transonic ging das 1-fix-3 und zack war die neue Route da.

6. Fazit

Fazit ist, daß es keines gibt.

Beide Geräte haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn ich mich jetzt entscheiden müßte, dann würde ich wohl vielleicht doch das Transonic vorziehen, in der Hoffnung, daß mir die Bedienung nach dem Studium einer Anleitung leichte fällt.
Ich würde die schwierigere Bedienung in Kauf nehmen und dafür aber lieber die genaueren Anweisungen in Sachen “abbiegen” haben wollen.

Obwohl, das TOMTOM hat einen Vorteil gegenüber dem Transonic gehabt: Man kann über Bluetooth das Handy anschließen und das TOMTOM als Freisprechanlage benutzen. Sogar das Importieren der Rufnummern aus dem Adressbuch und SMS schreiben wäre möglich gewesen. Habe ich natürlich nicht gemacht, weil es ja nicht mir gehörte.
Also entscheide ich mich doch lieber für das TOMTOM.

Ich weiß es nicht. Am besten wäre eine Mischung als beiden. Eben von allem das beste.